Krebsvorsorge
 

Jährlich werden in deutschen Zahnarztpraxen rund 18000 bösartige Tumore sowie 150000 Krebsvorstufen im Mund-/Rachenraum entdeckt. Neben dem  Rauchen und dem Alkoholkonsum ist  die Infektion mit dem  Humanen Papillomvirus Typ 16 (HPV16) der Hauptrisikofaktor. Dieses Virus ist mit bis zu 72% an der Entstehung von Mund-/Rachenkrebs beteiligt. Im Rahmen der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung inspizieren wir auch die Schleimhaut im Hinblick auf mögliche Veränderungen. HPV16-bedingte Tumoren zeigen jedoch keinerlei sichtbare Frühsymptome und sind erst in einem späten Stadium mit schlechter Prognose visuell zu erkennen.  Durch Früherkennung und Frühtherapie eines HPV16-Karzinoms bessern sich die Heilungsaussichten entscheidend und verlängert sich die Lebenserwartung Betroffener um durchschnittlich  20 Jahre gegenüber Spätstadien. Mittlerweile gibt es zur Früherkennung einen zuverlässigen Schnelltest auf HPV mittels Nachweis von Antikörpern. Insbesondere ratsam ist dieser Test für Patienten im Alter von über 40 Jahren, da das Risiko mit dem Lebensalter steigt. Die Kosten des Tests werden derzeit durch die Krankenkassen leider noch nicht übernommen.